Mit Unterschriften gegen Einkaufszentrum: Beim Händlerstammtisch des Weberings Saalfeld am Dienstag kochte vor allem ein Thema hoch. Es geht um den Plan, am Bahnhof ein neues Einkaufszentrum zu etablieren. Die Gewerbetreibenden planen nun eine Unterschriften-Aktion gegen den Shopping-Tempel. Saalfeld. Der Einladung des Saalfelder Werberings zum regelmäßigen Stammtisch der innerstädtischen Gewerbetreibenden folgten am Dienstagabend fünf Vertreter des Saalfelder Geschäftslebens. Trotz der überschaubaren Runde um Werberingchef Oliver Brömel kochte bei der Beratung neben den Vorbereitungen zur Einkaufsnacht am 7. September wieder ein Thema ganz besonders hoch. Stein des Anstoßes am Händlerstammtisch sind Planungen, auf brachliegenden Flächen im Bahnhofsareal ein Einkaufszentrum zu etablieren. Die Saller-Bau GmbH aus Weimar hatte sich auf die 6000 Quadratmeter Nettoverkaufsfläche beworben. "Ich denke, dass keiner der innerstädtischen Einzelhändler dieses Projekt befürwortet", bringt Mario Milde, Inhaber des Telefongeschäftes milde solutions in der Saalstraße, die Meinung aller Anwesenden auf den Punkt. Die Einzelhändler befürchten ein Abziehen der Kundschaft und Kaufkraft aus der Innenstadt. Die Verödung des Zentrums sei vorprogrammiert, zeichnet Brömel in der Auswertung des letzten Stammtisches im Juli ein düsteres Bild. Frank Moka, Inhaber des gleichnamigen Schuh-Fachgeschäftes in der Friedensstraße, hat seine eigenen Vorstellungen von der Revitalisierung der Brachen: ein Studentenwohnheim für hiesige Studenten und Lehrlinge, die zum Beispiel in Jena lernen: "Die Studenten würden auch zusätzliches Leben nach Saalfeld bringen, ähnlich wie dies im vergleichbar großen Ilmenau der Fall ist", begründet Moka seine Idee. Dazu entsprechende Sport- und Sozialeinrichtungen und studentenfreundlichere Zugverbindungen dies hält er für eine deutlich bessere Alternative. Mario Milde und seine Ladennachbarin Jaqueline Mückner vom Friseur Kertu loben den Universitätssitz Ilmenau auch aus Einzelhändlersicht: "Die Stadt hat eine Spitzen-Innenstadt mit einem gesunden Branchenmix." Dagegen sehen sie in der Kreisstadt durchaus noch Potential besonders in der als unattraktiv empfundenen unteren Saalstraße. Man könne beobachten, wie Einkäufer und auch Touristen, vom Markt kommend, die Saalstraße bis zur Kreuzung Saumarkt/Gerbergasse laufen und dann entweder umkehren oder Richtung Darrtor abbiegen. Gerüchten, wonach sich großstadttypische Bekleidungsriesen wie C&A oder H&M in dem geplanten Einkaufszentrum ansiedeln wollten, nimmt der Werberingchef den Wind aus den Segeln: "Ein Vertreter der Saller-Bau schloss uns gegenüber bereits 2011 aus, dass diese beiden beliebten Ketten nach Saalfeld kommen." Die Saalfelder Händler wollen nun eine gemeinsame Aktion initiieren: Per Unterschriftslisten sollen sich die Kunden der Innenstadt gegen das Vorhaben aussprechen können, verkünden die Anwesenden unisono. Robin Kraska / 23.08.12 / OTZ
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